Reisende in China seit 630

Reisende in China seit 630
Jedem, der etwas mehr über China und seine Kultur erfahren möchte als das aus einem Reiseführer möglich ist, dem sei dieses Buch empfohlen. Es vereint 28 Originalberichte von berühmten Chinareisenden und entführt einen aus dem Wohnzimmer direkt in das Reich der Mitte.
Die Erzählungen beginnen mit dem Mönch Xuanzang, der von 602 bis 664, also in der Tang-Zeit lebte. Dieser Mönch bereiste das Gebiet der Seidenstraße und das heutige Afghanistan auf der Suche nach seiner buddhistischen Wahrheit
Anschließend finden sich spannende Geschichten von Mönchen und Gelehrten bis hin zu Marco Polo, die die seltsamsten Erlebnisse berichten konnten. Abenteuer der ersten Portugiesen in China gehören ebenso zum Buch wie der berühmte Astronom Adam Schall von Bell der argwöhnisch beäugt wurde weil er so manche westliche Neuerung nach China brachte und die chinesischen Gelehrten ziemlich alt aussehen lies.
Einige der interessantesten Berichte stammen aus der Zeit als die verschiedensten westlichen Mächte Ende des 19. Jahrhunderts in China einfielen und es Stück für Stück zu zerlegen suchten um es in ihren Besitz zu bringen.
Menschen kommen zu Wort, die wilde Schießereien in belagerten Botschaften während der Boxeraufstände mitmachen mussten, oder Erzählungen Richard Wilhelms aus dem belagerten Tsingtau. Geschichten von Menschen die den damals noch wilden Yangtse hinauf fuhren und sogar eine Beschreibung des höfischen Lebens des letzten Kaisers sind zu finden.
Fazit:
Für jeden, der China nicht nur aus den Nachrichten oder der letzten Touristenreise kennen möchte ist dieses Buch eine erbauliche Lektüre. Viel Lehrreiches ist in spannenden Geschichten untergebracht.
Die Autorin:
Die Autorin Ulrike Keller ist eigentlich nicht die Autorin der Berichte. Vielmehr hat sie die originalen Texte aufgespürt und zusammengestellt.
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Ulrike Keller
Reisende in China seit 630
2006. 229 Seiten
Format 20,8 x 13,6 x 1,8 cm
ISBN-10: 3853712517
ISBN-13: 978-3853712511

