China an der Wand
Das chinesische Jahr des Drachen hat am 23. Januar 2012 begonnen. Das in Kombination mit der einsetzenden Chinamanie in Europa macht alles was irgendwie chinesisch anmutet zu modernen und hippen Accessoires. Eines der chinesischsten Symbole dürfte der Drache sein.
Der Drache ist in China ein fest in der Mythologie verwurzeltes Konzept. Zahllose Legenden basieren auf ihm, selbstverständlich auch die Entstehung der Welt. Er kann je nach Ausgabe den Kopf eines Kamels oder Pferdes, die Augen eines Dämons oder Teufels, die Ohren eines Ochsen, das Geweih eines Hirsches, den Hals einer Schlange, den Unterleib einer Muschel, die Klauen eines Adlers, die Tatzen eines Tigers und den schuppigen Körper eines Fisches besitzen.
Auf Chinesisch heißt der Drache “long” 龙, erste schriftliche Überlieferungen dieses Zeichens sind aus der Shang Dynastie bekannt (16. Jahrhundert v. Chr. bis 11. Jahrhundert v. Chr.). Archäologische Belege gibt es für ihn auch, der älteste ist eine Drachendarstellung aus Knochen und Muscheln, gefunden in einer Ruine die aus der Yangshao-Kultur (5000 bis 3000 v. Chr. ) stammt.
Der große Unterschied zu den Drachen aus der Europäischen Mythologie ist, dass die chinesische Variante kein feuerspeiendes Ungetüm darstellt, sondern ein filigranes Lebewesen das meist nur Gutes bringt und den Menschen hilft. Wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt, selbst in China gibt es gelegentlich böse Drachen.
Dennoch sind Erscheinungen von Drachen meist Vorzeichen für glückliche Ereignisse. Zudem stammen die chinesischen Kaiser von den Drachen ab, daher auch die häufigen Drachendarstellungen in den Palästen.
Heutzutage muss man aber kein Kaiser sein um sich mit einem Drachen schmücken zu können, das Wandtattoo mit dem chinesischen Drachen ist ein gutes Beispiel dafür. Das kann man nämlich für nicht viel Geld online erwerben und mit wenig Aufwand an der Wand anbringen.
Wandtattoos sind nichts anderes als Aufkleber für die Wand, die so gefertigt sind dass sie sich jederzeit wieder rückstandsfrei ablösen lassen. Auch handwerklich nicht so geübte Anwender können es mühelos anbringen, viel falsch machen kann man dabei wirklich nicht.
