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Der Tropensturm „Muifa“ verunsichert China


Es ist gerade einmal sieben Wochen her, dass wir über die schweren Regenfälle in den Uferregionen des Flusses Lanjiang und rund um die Stadt Lanxi berichtet haben. Rund zwei Millionen Menschen waren zu der Zeit von den starken Überschwemmungen betroffen. Sie mussten ihre Häuser verlassen und waren vorübergehend in Notunterkünften einquartiert worden.

In diesen Tagen meint es das Wetter in China erneut nicht so gut mit der Bevölkerung: Der Tropensturm „Muifa“ hat in den letzten Tagen für reichlich Unwetter gesorgt. Im Nordosten des Landes wurden riesige Wellen losgebrochen, die anschließend den Schutzdeich einer Chemiefabrik in der Hafenstadt Dalian zerstört haben. Deshalb mussten erneut die Menschen in der näheren Umgebung der Fabrik in Sicherheit gebracht werden.

Vor allem am vergangenen Wochenende wütete der Sturm über China. Er riss rund 160 Häuser mit sich und richtete einen Schaden von über 200 Millionen Euro an. Doch obwohl in dem Sturm ein Boot untergegangen war und seitdem eine Person vermisst wird, hat er glücklicherweise nicht die gleichen Schäden angerichtet wie „Saomai“ im Jahr 2006. Durch jenen Sturm waren damals rund 450 Menschen ums Leben gekommen.

Bei „Muifa“ bleiben die Schäden alles in allem übersichtlich: Neben dem Deichbruch in Dalian mussten in Shanghai mehrere hundert Flüge gestrichen werden. Außerdem ordneten die lokalen Behörden an, dass die Fischerboote zurück in den Hafen kommen – und darüber hinaus mussten etwa 360.000 Menschen evakuiert werden. Inzwischen ist der Tropensturm auf seiner Weiterreise in den Nordosten und wird als nächstes wohl auf Nordkorea treffen.

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