Wirtschaft in China – Höchste Inflation seit fast drei Jahren
Wie verschiedene Medien in diesen Tagen berichten, bekommt die Wirtschaft in China ihre ausufernde Inflation nicht in den Griff. Die Notenbank hat in letzter Zeit zwar mehrfach versucht, dieses Phänomen zu bremsen, doch nachdem die Inflationsrate in den letzten beiden Monaten bereits bei 5,3 bzw. 5,4 Prozent lag, ist der neueste Wert nun sogar auf 5,5 Prozent gestiegen. Damit ist die Inflation so hoch wie seit 34 Monaten, also fast drei Jahren, nicht mehr.
Ein Wechselspiel aus Ursachen und Folgen sorgt dafür, dass zum Beispiel die Kosten für Lebensmittel innerhalb des letzten Jahres um 11,7 Prozent angezogen wurden. Auch die Preise für die Produktion sind deutlich gestiegen und wirken sich letztlich auch auf die Lebenshaltungskosten der Chinesen aus. Dazu kommen Preissteigerungen bei Rohstoffen sowie höhere Arbeitskosten.
Die chinesische Regierung plant eigentlich, die Inflationsrate bei vier Prozent zu halten – dies scheint jedoch zur Zeit überhaupt nicht zu funktionieren. Die Notenbank hat bereits sechs Mal in den letzten neun Monaten ihre Mindestreservesätze erhöht, der Leitzins wurde mehrfach angehoben – doch bisher hat dies alles nichts gebracht. Grund für all das ist der anhaltende Wirtschaftsboom in China, den die Machthaber eigentlich eindämmen wollen. Denn er sorgt dafür, dass die Preise im ganzen Land steigen.
Wir können nur hoffen, dass sich die momentanen Ereignisse langfristig nicht fortsetzen werden. Schließlich wirken sich höhere Kosten für die Lebenshaltung letztlich auch auf Touristen aus. Ein günstiges Reiseland war das faszinierende China noch nie – aber es wäre schade, wenn es noch teurer würde.
