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Die Welt blickt auf China – Festnahme von Ai Weiwei sorgt für internationale Kritik


Vor rund einer Woche wurde international bekannte Künstler Ai Weiwei festgenommen – über die Gründe der Festnahme aber schwieg die Regierung zunächst. Jetzt sickerten erste Informationen durch. Demnach soll der Künstler ein Wirtschaftsverbrechen begangen haben – welches aber genau, weiß man nicht.

Aber – und das drückte die chinesische Regierung deutlich aus – drehe es sich in diesem Fall nicht um Meinungs- oder Redefreiheit, sondern um ein ernstzunehmendes Verbrechen. Und weiter hieß es, dass andere Länder die Handlung zu respektieren haben. Trotzdem wird gerade in Deutschland die Kritik an der Festnahme von Ai Weiwei laut.

In Bremen beispielsweise wird es eine 24-Stündige Mahnwache geben in der Unterschriften für die Freilassung des Künstlers gesammelt werden soll und auch bekannte Politiker und Künstler aus Deutschland nehmen kein Blatt vor dem Mund und fordern die sofortige Freilassung des Künstlers. Wohl wird die chinesische Regierung das zur Kenntnis nehmen, Zugeständnisse wird es dennoch höchstwahrscheinlich nicht geben.

Aber das Prinzip des Überhörens von Kritik wird nicht funktionieren. Auch in China selbst stößt die Regierung in Bezug auf die Festnahme Ai Weiwei auf Widerstand. Im Internet versucht die Regierung derzeit alle Diskussionen über die Ereignisse klein zu halten – mit mäßigem Erfolg und selbst Zeitungen sträuben sich dieses Mal dem System zu gehorchen.

Aber bereits eine chinesische Weisheit sagt: Ist eine Sache geschehen, dann rede nicht darüber – und das macht die chinesische Regierung wirklich gut. Wie es nun weiter geht, bleibt ungewiss. Eventuell könnten weitere Informationen auf der chinesischen Konferenz, die jeden Donnerstag in Peking einberufen wird, durchdringen – was aber eher unwahrscheinlich ist. Auch ist noch nicht bekannt wo Ai Weiwei derzeit festgehalten wird und wie es ihm gesundheitlich geht.

Doch irgendwie wirft das Geschehen rund um den Künstler einen anderen Kritikpunkt auf – die internationale Empörung über die Festnahme, lässt die derzeitigen Proteste in China ein bisschen in den Hintergrund geraten. Denn Ai Weiwei ist in den vergangenen Wochen im Zuge der Jasmin Revolution nicht der Einzige der nicht ohne Folgen die Grenze der chinesischen Meinungsfreiheit überschritten hat.

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In Kategorie: Politik

1 Kommentar

Michael sagt:

China konnte sich in den letzten Jahren als Bank der tief verschuldeten europäischen Staaten und denen der USA etablieren. Jede Kritik, die nun aus dem “Westen” geäußert wird, kann finanzielle Implikationen nach sich ziehen und meiner Meinung nach haben wir damit auch unsere Meinung verkauft. Die Chinesen sind weitgehen auf sich allein gestellt.

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