Hinrichtungen in China – Amnesty International schätzt tausende Todesurteile
Mehrere tausend Menschen werden jährlich in China hingerichtet. Wie viele es genau sind – Amnesty International kann es in seinem kürzlich veröffentlichten Bericht nur schätzen.
Wirkliche Statistiken darüber gibt es indes sehr wohl – aber sie werden der Welt nicht gezeigt – Öffentlichkeit ist einfach nicht erwünscht. Dennoch weiß Amnesty International, dass China eine beklommene Rangliste führt – die der meisten Hinrichtungen. Mehrere Tausend gegen 527 weltweite Todesurteile weltweit gesehen.
Aber China steht zu seiner Hinrichtungspolitik – es dient zur Abschreckung und hält das System zusammen – offizielle Begründungen für Hinrichtungen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, was aber nicht immer so war. Erst mit der Öffnung des eigenen Landes für die westliche Welt begann China vor rund dreißig Jahren damit Hinrichtungen nicht mehr an den Pranger zu stellen.
Es gibt eigene Gebäude – Todestrakte und Verurteilte werden nicht mehr auf den Schießplatz hingerichtet, sie werden heute “lediglich” mit der Giftspritze getötet. Die letale Injektion gilt – unabhängig vom Für und Wieder einer Hinrichtung – als humane Tötung gegenüber einer Erschießung. In der Regel dauert der Prozess fünf Minuten, kann sich aber bis zu einer Dreiviertelstunde verlängern – in dem Fall wirkt dann das Betäubungsmittel Thiopental nicht mehr, was in seiner Wirkung rund fünfzehn Minuten anhält. Und es kam nicht nur einmal vor, dass Verurteilte weit mehr wie fünf Minuten den Prozess der Hinrichtung hinnehmen mussten.
Wie ist aber nur die eine Sache – die andere ist das warum. Für insgesamt 68 Delikte wird in China die Todesstrafe verhängt. Korruption und Mord, aber auch wegen Steuerhinterziehung kann es zu so einem Urteil kommen. Fragt man die Bevölkerung, so sind die meisten Menschen dafür.
Aber es ist nicht so, dass China das einzigste Land mit einer aktiven Todesstrafe wäre, Nordkorea und Iran folgen in der Rangliste des von der Amnesty International veröffentlichten Berichtes – der zwar die Augen etwas öffnen mag, aber es wird die Hinrichtungen und die tausenden zum Tode Verurteilten in China auch zukünftig geben.
