Neujahrsfest in China – der Hase löst den Tiger ab
Am 03. Februar begann das Neujahrfest in China. In diesem Jahr löst der Hase den Tiger vom vorherigen Jahr aus. Nicht nur, dass die Chinesen sehr viel Wert – trotz Kommunismus – auf die traditionelle Kultur legen, man könnte schon behaupten, sie sind in den Tagen ein bisschen außer Rand und Band.
Derzeit werden nämlich in China Unmengen an Plüschhasen, Pantoffeln mit Hasenohren, Anhänger mit Hasen und Hasenspielzeug verkauft. Selbst die Milchbonbons „Große weißen Hasen“ erleben ein Comeback, weil vorher wollte die eigentlich kein Chinese essen. Grund dafür war 2008 der Giftpanschereien Skandal in der Milch des Unternehmens. Das scheint aber inzwischen vergessen zu sein. Selbst echte Hasen werden in Massen verkauft, so dass sich die Preise der Langohren um ein vielfaches erhöht haben.
Aber es gibt auch eine andere Seite zum Neujahrsfest in China. Weil nach Angaben des chinesischen Polizeiministeriums und dem Bericht der Zeitung China Daily gab es aufgrund des traditionellen Feuerwerks am Neujahrsabend innerhalb von nur 32 Stunden landesweit 6.000 Brände.
Und gerade in Peking erhöhte sich die Zahl der Brände um ein doppeltes wie im Vorjahr. Dabei hatte die Hauptstadt das Feuerwerk zum Neujahrfest in den 90ern aus Sicherheitsgründen verboten, aber 2006 wurde bereits das Verbot wieder aufgehoben. Aber das war nicht das Einzigste mit dem Peking kämpfen musste.
Denn durch die wieder erlaubten Feuerwerkskörper kamen in alleine in der Hauptstadt 223 Menschen ums Leben und auch die rund 2300 Tonnen Müll, die in Peking am Neujahrsfest entstehen, sind nicht gerade ein kleines Problem für die chinesische Metropole.
Und etwas was ebenso traditionell in China zum Neujahrfest ist, ist das Reisen nach Hause zur Familie. Daher wird es auch in diesem Jahr wieder zu einer Reisewelle kommen, die höchstwahrscheinlich Busse und Bahn völlig in Schwitzen bringt. Doch es ist eben Neujahr und das gibt es nur einmal im Jahr.
