Chinas Bahn in Zahlen
Chinas Bahn-Streckennetz gehört mit ca. 77.000 Kilometern zu den größten Streckennetzen der Welt. Bislang ist ungefähr ein Drittel elektrifiziert. Damit ist China das einzige Land in Zentralasien mit elektrifizierten Strecken.
Das gesamte Bahntransportvolumen Chinas betrug in 2006 ein Viertel des Weltvolumens. Das gibt zumindest das chinesische Bahnministerium an.
In den nächsten Jahren soll das ohnehin schon riesige Netz noch intensiv ausgebaut werden. Noch in 2007 sollen umgerechnet 32 Milliarden Euro investiert werden.
Bis 2010 soll es 95.000 Kilometer Schiene geben, also 18.000 Kilometer mehr. Das entspricht in etwa der Strecke Paris – Peking und zurück! Bis 2020 will China die 100.000 Kilometer geschafft haben, davon soll die Hälfte elektrifiziert sein.
Trotz des bereits jetzt gewaltigen Schienennetzes sind immer noch einige Regionen nicht an den Bahnverkehr angebunden.
Der Ausbau des Schienennetzes lohnt sich für China, denn im Jahr 2006 lagen die Durchschnittskosten für den Schiffs- und LKW Transport von Waren bei rund 66 USD pro Tonne Fracht. Das ist dreimal so teuer wie der Transport auf der Schiene.
Aber nicht nur der Güterverkehr wird ausgebaut, sondern natürlich auch der Personenverkehr. Künftig soll parallel zu den bestehenden Strecken ein 12.000 Kilometer langes Hochgeschwindigkeitsnetz für den Personenverkehr entstehen.
Geschwindigkeiten von 200 km/h bis 350 km/h sollen dort möglich sein. Die jetzt bestehenden Schienen sollen dann vorwiegend für den langsameren Güterverkehr genutzt werden.
Zusätzlich zu den überregionalen Bahnlinien, wird auch der Regionalverkehr stark ausgebaut. Zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking und zur Weltausstellung 2010 in Shanghai, Guangzhou und Shenzhen sollen die dort vorhandenen öffentlichen Nahverkehrsnetze dem zu erwartenden Besucheransturm angepasst werden.
Gerhard Zirkel
