China sperrt mal wieder Websites
Webseiten, die nicht dem Volke und seinem Wohlergehen dienen, werden in China schon lange treffsicher aufgespürt und für den normalen Benutzer gesperrt. Welche Seiten gesperrt werden, entscheidet selbstverständlich die Regierung in Peking für alle. Wäre ja noch schöner wenn das Volk entscheiden könnte was es sehen will und was nicht.
Aktuell hat es die chinesische Regierung auf Videoanbieter wie Stage6, YouTube; YouPorn und Metacafe abgesehen und will den Zugriff ab 31.01.08 für Otto-Normalverbraucher sperren.
Videoanbieter werden dann nur noch zugelassen, wenn sie sich staatlicher Kontrolle unterwerfen oder gleich vom Staat betrieben werden. Mitgeteilt wurde das kürzlich auf den Webseiten der staatlichen Medienbehörde und des Informationsministeriums.
Mit diesen Maßnahmen soll offiziell verhindert werden, dass Filme mit pornografischen Inhalten verbreitet werden. Auch von der Gefahr des Verrates von Staatsgeheimnissen war schon die Rede. Vermutlich hat man einfach Angst vor Menschen die anderer Meinung sein könnten als es die heilige Regierung ist.
Insbesondere wegen der olympischen Spiele in diesem Jahr hat die Regierung Grund zur Sorge. Immer häufiger regt sich im chinesischen Volk der Wunsch nach freier Meinungsäußerung und Informationsfreiheit.
Nicht ganz klar ist bislang, ob tatsächlich auch ausländische Anbieter unter diese Regelung fallen werden. Die offizielle Erklärung bezieht sich etwas schwammig nur auf inländische Anbieter. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass es auch ausländische Anbieter treffen kann.
Gerhard Zirkel
