Der teuerste Konzern der Welt – natürlich in China
Gerade seit einem Tag an der Börse, stieg der Aktienkurs des chinesischen Öl- und Gaskonzerns Petrochina vom Ausgabepreis von 16,70 Yuan auf satte 48,60 Yuan pro Stück an und verdreifachte sich damit.
Der chinesische Mega-Konzern, ein Tochterunternehmen der staatlichen China National Petroleum Corporation (CNPC) hatte in Shanghai vier Milliarden Aktien ausgegeben. Sein Wert beträgt nun über eine Billion Dollar, Das entspricht derzeit etwa 689 Milliarden Euro.
Damit ist er mehr als doppelt so teuer wie der bislang führende US-Konkurrent Exxon Mobile mit gerade einmal 488 Milliarden Dollar.
Damit toppt das Unternehmen den bislang größten Börsengang des Kohlekonzerns Shenhua Energy, ebenfalls ein chinesischer Konzern. Die Aktien dieses Unternehmens werden schon seit sieben Jahren in Hongkong gehandelt und haben sich seitdem versechzehnfacht.
Petrochina profitiert vom rasch steigenden Ölpreis und der zunehmenden Nachfrage nach Öl, Gas und daraus hergestellten Rohstoffen im boomenden China.
So optimistisch die Zahlen dieser Börsengänge auch sein mögen, in Expertenkreisen spricht man schon lange davon, dass der chinesische Aktienmarkt stark überbewertet sein könnte. Man befürchtet die Bildung einer Aktienblase in China. Betroffen sind davon auch die chinesischen Telekommunikationsanbieter, deren Wachstum derzeit ebenfalls überproportional ist.
Besonders die speziellen prepaid Telefonkarten mit denen man in China und von China aus ins Ausland (z.B. nach Deutschland) günstig telefonieren kann, sind auf dem Vormarsch.
Gerhard Zirkel
